Entwurf und Statik

Im Gegensatz zu konventionellen Bauten wird bei¬†Membrankonstruktionen die endgültige Form im Wesentlichen durch die Membran-Statik bestimmt.

Die Entwurfsplanung von Membranbauten muss somit in enger Abstimmung mit der statischen Analyse erfolgen, um eine wirtschaftlich und ästhetisch einwandfreie Konzeption zu erreichen. Schon in der ersten Entwurfsphase empfiehlt sich eine kreative Zusammenarbeit zwischen dem Architekten und dem Fachingenieur des Membranherstellers.

Der gemeinsam entwickelte Entwurf sollte folgende Kriterien berücksichtigen:

  • die vom Bauherrn/Architekten gewünschte Ästhetik
  • die vom CENO-Fachingenieur ggf. adaptierte geometrische Formgebung
  • konstruktiv notwendige Elemente (Positionierung von Stützen, Abspannungen, Verankerungen etc.)
  • das geplante Budget
Rendering Stadion Bunyodkor in Taschkent
Membrankonstruktionen sind ebenso wie konventionelle Bauten als Dauerbauten einzustufen und somit entsprechend der länderspezifischen Normen baugenehmigungspflichtig.

Für die endgültige prüffähige Statik müssen neben der geplanten Formgebung die technischen Daten und das biaxiale Dehnungsverhalten des Membranmaterials sowie die in den jeweiligen Bauvorschriften enthaltenen Lastannahmen berücksichtigt werden.

Nach Freigabe der statischen Berechnung durch die Baubehörde werden in Abstimmung mit Planer und Bauherren auf Basis der Ausführungsplanung des Architekten die Konstruktionszeichnungen erstellt.

In der Regel wird das Tragwerk ebenso wie die Membrane, gleich einem Fertighaus, im Werk komplett montagefertig vorbereitet.