Herstellung und Montage von Membrankonstruktionen

Qualitativ hochwertige Produkte erfordern Prozesssicherheit für alle Verarbeitungsschritte

Auf Basis der statisch notwendigen und/oder architektonisch gewollten Geometrie wird mittels spezieller FEM - Programme das Zuschnittsmodell entwickelt. Vorher ist durch so genannte Biaxialprüfungen das Dehnverhalten des eingesetzten Materials zu ermitteln. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Membranstruktur später den statischen Lasten widersteht und durch ausreichende Vorspannung ein Flattern vermieden werden kann.

Modernste Cutter übernehmen das Zuschneiden der Einzeltemplets, die sodann materialgerecht zu einer Fläche miteinander verschweißt werden. Durch eigenen Maschinen- und Werkzeugbau ist eine qualitativ hochwertige Nahtverbindung jederzeit sichergestellt. Das hauseigene umfangreiche Qualitätssicherungsprogramm sowie ein eigenes Prüflabor garantieren gleich bleibende Qualität.

Hochfrequenz-Schweißanlage
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Computergesteuerter Cutter
Materialgerechte Schweißverfahren sichern hohe Nahtfestigkeiten

Die im Zeltbau und der Planenherstellung bekannten Heißluft- und Heizkeilschweißverfahren sind für mechanisch oder pneumatisch vorgespannte permanente Bauwerke nicht geeignet.

Für PVC-beschichtete Polyestergewebe wird das Hochfrequenzschweißverfahren angewandt.
Wird eine schmutzabweisende PVDF-Lackierung gewünscht, so muss diese zur Sicherstellung der Nahtfestigkeit vor dem Schweißvorgang im Nahtbereich präzise abgeschliffen werden. Aufgrund der thermischen Beanspruchung – insbesondere beim HF-Schweißverfahren – ist es wichtig, die Nahtbereiche während des Schweißvorganges vorzuspannen. Die Verarbeitung silikonbeschichteter Glasgewebe ist vergleichbar, wobei zusätzlich Schweißhilfen im Nahtbereich eingesetzt werden.
Glasfasergewebe mit PTFE-Beschichtung wird mittels Heizbalken verschweißt.
Die richtige Einstellung der Parameter Temperatur, Schweißzeit, Druck und Kühlung unter Druck garantiert optimale Nähte. Aufgrund der hohen Knickempfindlichkeit des Materials ist hier ein besonders sorgsamer Umgang und der Einsatz angepasster Maschinentechnologie Garant guter Qualität.
Die hauchdünnen ETFE-Folien werden mittels kontinuierlicher Wärmeimpuls-Schweißverfahren oder durch schonende Lasertechnologie verarbeitet. Computerprogramme überwachen gerade bei diesem sensiblen Material die Schweißparameter kontinuierlich.
Montage durch erfahrene Ceno-Monteure

Die Montage mechanisch oder pneumatisch vorgespannten Strukturen erfordert spezielles Fachwissen. Aufgrund der hohen Vorspannlasten sind oft zusätzliche Montagezustandsberechnungen für das Tragwerk durchzuführen. Darüber hinaus ist der Witterungseinfluss ein wichtiges Element der Montagedurchführung. Bei stärkerem Wind oder niedrigen Temperaturen ist eine Montage der relativ leichten Membranflächen kaum möglich.

Textile Architektur ist vergleichbar mit einem Fertighaus. Die Vorfertigung der Bauelemente im Werk garantiert kürzeste Aufbauzeiten und schließt Störungen des Montageablaufs aus. Das Tragwerk kann parallel zur laufenden Membrankonfektion montiert werden. Anschließend werden die Membranelemente montiert und vorgespannt. Langjährige Erfahrungen im Umgang mit den verschiedenen Materialien, eine gute Planung, geeignetes Spezialwerkzeug und eine eingespielte Ceno Montagecrew sichern die erfolgreiche und wirtschaftliche Umsetzung eines jeden Projektes.

Die sachgerechte Ausführung der erforderlichen Montagearbeiten vor Ort erfolgt durch ausgebildetes Fachpersonal. Dieses begleitet alle Montageschritte, beginnend mit der Positionierung der Verankerungselemente über das Errichten der Stützkonstruktion, ferner Montage der Seil-/Membrankonstruktionen und das mechanische oder pneumatische Aufbringen der durch Ingenieure errechneten Vorspannung, bis hin zur Bauabnahme und Übergabe.